Unsere Schule

„In der Pestalozzischule wollen wir Vielfalt leben und die Schüler*innen in ihren einzigartigen und unverwechselbaren Persönlichkeiten fördern und fordern. Alle Schülerinnen und Schüler werden gemäß ihren individuellen Lernvoraussetzungen und Bedürfnissen ganzheitlich gefördert. Dabei spielen Prinzipien wie Differenzierung, Handlungsorientierung und Lebenspraxis sowie gesellschaftliche Teilhabe eine entscheidende Rolle. Ziel ist die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung und die Vorbereitung der Schüler*innen auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben.“

(Aus dem Leitbild der Pestalozzischule)

Schüler*innen

In die Pestalozzischule werden Schüler*innen mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung im Bereich der geistigen Entwicklung aufgenommen. Das Vorliegen einer geistigen Behinderung ist hierfür ein zentrales Aufnahmekriterium. Gleichermaßen bedeutsam für den Förderbedarf geistige Entwicklung sind das Vorliegen von umfassenden und langandauernden Beeinträchtigungen der sozialen, lebenspraktischen und schulischen Kompetenzen. Diese stehen häufig in Zusammenhang mit somatischen Störungen, chronischen Erkrankungen, Sinnesschädigungen, Körperbehinderungen, Auffälligkeiten im emotional-sozialen Verhalten sowie schwersten Mehrfachbehinderungen. Schüler*innen mit zusätzlichen körperlichen Beeinträchtigungen werden der Abteilung Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung zugewiesen. Dies betrifft derzeit etwa ein Drittel der Schülerschaft.

Ambulante Beratung und Förderung leisten regelmäßig auch Förderschullehrkräfte der Schulen mit den Förderschwerpunkten „Sehen“ und „Hören“.

Etwa 10% Schüler*innen ist zurzeit dem Bereich NDHS (Nicht Deutscher Herkunftssprache) zugeordnet.

Durch die deutliche Zunahme an schwerer behinderten Kindern und Jugendlichen und ebenfalls von Schüler*innen mit Auffälligkeiten im sozial-emotionalen Verhalten haben sich die unterrichtlichen Anforderungen und die Arbeitsbelastungen für die Mitarbeiter*innen vervielfacht.

Schueler*innen

Derzeit werden etwa 120 Kinder und Jugendliche in der Pestalozzischule beschult. Knapp die Hälfte davon wohnt im Einzugsbereich der Stadt Fulda. Die übrigen Schüler*innen kommen aus dem Landkreis Fulda. Seit dem Schuljahr 2019/20 ist ein deutlicher Anstieg der Schülerzahlen zu verzeichnen.

Die Schülerinnen/Schüler werden fast ausnahmslos mit Klein- bzw. Schulbussen (Malteser, lokale Busunternehmen) zur Schule befördert und nach dem Unterricht wieder nach Hause gefahren. In Einzelfällen übernehmen Eltern die Beförderung ihrer Kinder selbst. Einige der älteren Schüler*innen sind dazu in der Lage, den Schulweg selbständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen (letzteres wird im Rahmen des Mobilitätstrainings gezielt und systematisch geübt.)

Ausstattung

Die sächliche Ausstattung der Pestalozzischule befindet sich auf einem hohen Niveau. Durch eine Vielzahl an Umbaumaßnahmen wurden das Raumangebot und die Ausstattung den gestiegenen Anforderungen, besonders im medizinisch-pflegerischen Bereich, angepasst. Mit Hilfe des Fördervereins, der seit seiner Gründung in 1985 weit über 200.000 Euro in die Schule bzw. die schulische Arbeit investiert hat, konnten auch größere Anschaffungen zeitnah realisiert werden.

Die Räumlichkeiten und das Schulgelände sind barrierefrei konzipiert. Die Schule verfügt unter anderem über ein eigenes Therapiebad, eine Sporthalle, diverse Fachräume (u.a. Werken, Tonen, Küche), Differenzierungsräume, Therapie- und Bewegungsräume, Körperbehindertengerechte Sanitär-, Ruhe- und Pflegeräume, einen Snoezelenraum sowie derzeit 18 Klassenräume, welche zum Teil mit modernen Küchenzeilen ausgestattet sind (Außenstelle).

Seit dem Schuljahr 2019/20 sind deutlich steigende Schülerzahlen zu beobachten. Dadurch gerät die Schule an ihre räumliche Belastungsgrenze und es muss über eine Erweiterung im Grundstufenbereich nachgedacht werden.

Das Außengelände ist mit vielfältigen Beschäftigungs- und Bewegungsmöglichkeiten ansprechend ausgestaltet.

Für den Transfer zwischen den beiden Schulstandorden sowie für Fahrten zu außerschulischen Lernorten (z.B. öffentliches Schwimmbad) stehen drei schuleigene Kleinbusse zur Verfügung

Schulpersonal

An der Pestalozzischule sind etwa 40 Pädagog*innen mit unterschiedlichem Stellenumfang beschäftigt. Etwa die Hälfte davon sind Förderschullehrkräfte, welche in der Regel auch als Klassenleitung fungieren und damit als Ansprechpartner für Eltern eine wesentliche Schnittstelle in der Beratung einnehmen (z.B. Schulverhalten, Hilfsmittelbestellung, berufliche Orientierung).

Des Weiteren sind Regelschullehrkräfte sowie Sozialpädagog*innen an der Pestalozzischule tätig, welche ihre spezifischen Fachkenntnisse (z.B. unterstützte Kommunikation, Gewaltprävention, Arbeitslehre) – zum Teil auch als Klassenleitungen – in das Unterrichtsgeschehen mit einbringen.

Etwa ein Viertel des pädagogischen Personals besteht aus sozialpädagogischen Fachkräften (Erzieher*innen), welche die Lehrkräfte in den Klassenteams mit ihren sozialpädagogischen Kompetenzen in Erziehungs- und Unterrichtsaufgaben unterstützen und auch eigenverantwortlich unterrichten.

Für die Schüler*innen mit schweren Beeinträchtigungen, bei denen ein Anspruch auf Eingliederungshilfe gemäß §§ 53 und 54, Abs. 1, Nr. 1, SGB XII besteht, sind derzeit etwas mehr als 20 Teilhabeassisten*innen mit einer pflegerischen Grundausbildung an der Pestalozzischule tätig. Diese sind für pflegerische Aufgaben sowie die Begleitung und Beaufsichtigung von schwer beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen im Schulalltag zuständig und tragen wesentlich zu deren sozialen Teilhabe am Unterrichtsgeschehen bei.

Eine weitere wichtige Stütze im Bereich der Unterrichtsassistenz sind die Freiwilligen im Sozialen Jahr, für welche an der Pestalozzischule insgesamt 8 Stellen in Trägerschaft des BDKJ Fulda zur Verfügung stehen.

Außerdem sind an der Pestalozzischule Physiotherapeut*innen, Logopäd*innen und Ergotherapeut*innen ambulant tätig.

Die interdisziplinäre, vernetzte und teamorientierte Zusammenarbeit der genannten Berufsgruppen stellt eine wesentliche Besonderheit unserer Schulform dar, von der die Schüler*innen in höchstem Maße profitieren.